***** Geschichten unserer Akita *****

 

 

Unsere Accasha:

Seid meinen zwölften Lebensjahr beschäftige ich mich mit Hunden. Bevor meine Familie sich unsere Accascha zulegte setzte ich mich über ein Jahr mit der Rasse Akita Inu auseinander. Viele Berichte viele Meinungen und immer im Hinterkopf das Bewusstsein einen Hund hat man zwischen 10 bis 15 Jahre und dem entsprecht lang auch die Verantwortung dem Tier gegenüber. Als wir Accascha vom Züchter holten begann unser Abendteuer. Accascha ist sehr sensibel und wenn Sie bei der Impfung schon die Spritze sieht fängt sie an zu jammern. Im gleichen Zuge fällt die Tierarzttür hinter ihr zu und wir sind auf der Straße, wandelt Sie sich plötzlich zum Kraftmeier um. Ob Rüden oder Hündinnen sie werden mit Droh gebärden eingeschüchtert. Um dem vorzubeugen geht man sehr vorausschauend durch die Stadt um nach Möglichkeit anderen Hunden auszuweichen. Und glauben Sie mir ein Hund mit 30 Kg kann Ihren Arm schnell mal zum Ermüden bringen. Endlich zuhause angekommen stellt die Hausfrau fest:“ Sage mal hier liegen überall so viel Hundehaare „ und die Antwort „ Schatz das ist normal unsere Accascha hat zwei Mal im Jahr Fellwechsel daran muss Du dich gewöhnen! das Ende vom Lied es kostete mich 300 € für einen Staubsauger extra für Hundehaare. Dieses wurde dann freudestrahlend von meiner Frau akzeptiert. Einen Akita zu besitzen, bedeutet auch auf seine Nahrung zu achten. Er ist sehr sensibel für Hautgeschichten was meistens auf seine Ernährung zurückzuführen ist. Weitere Eigenarten unserer Hundedame sind, Sie sucht sich immer ein Plätzchen um sich zu lösen außerhalb der Sichtweite vom Herrchen. Er könnte mir ja dabei zuschauen, um im gleichen Moment durch die Gegend zu peilen irgendwelche Dummheiten auszuhecken. Da wir uns über die Rasse Akita reichlich Informiert hatten, suchten wir nach einer geeigneten Hundeschule für unsere Accascha. Von 10 angefragte lehnten 5 gleich kategorisch ab. „Was haben Sie einen Akita nein unterrichten wir nicht, wir lassen uns nicht unsere anderen Kunden vergraulen.“ Andere Hundeschulen empfahlen eine strenge Erziehung Sie müssen auf den Hund gnadenlos einwirken! Was bei einem Akita bestimmt nicht zum Erfolg führt. Es führt eher dazu das der Hund aggressiv gegen einen selber und seinen Umfeld vorgeht. Auf jeden Fall fanden wir eine Hundeschule, die mit freundlicher und beherrschender Hand, mit Tricks und Aufklärung uns zur Seite steht. Unser Accascha ist zur einer disziplinierten Hündin ausgebildet worden, was nicht bedeutet das Sie lahm fromm neben uns daher gleitet.

Wir bekamen unsere Hündin mit 10 Wochen vom Züchter. Unsere Hündin war sehr kräftig und überaus mobil und so folgten einige schlaflose Nächte. Accascha, wie wir unsere Hündin nannten, war sehr sauber. Und das lag an folgender Maßnahme. Bevor Accascha bei uns eintraf, bauten wir Ihr eine Schlafkiste aus der Sie selber nicht herausschlüpfen konnte. Diese Kiste stellten wir direkt an unseren Schlafbett auf, so das Sie sich bemerkbar machen musste, wenn Sie sich lösen wollte. Denn aus der Erfahrung heraus beschmutzen Welpen nicht Ihr eigene Höhle. ( wie bei Wölfe) Und was soll ich sagen, diese Methode funktionierte recht gut. Accascha war von Anfang an sauber. Mutmaßlichen Anteil hatten unsere sehr gute Züchter Familie Behtke natürlich auch! Dann folgte der erste Tag an unserer Welpenschule. Alle Welpenbesitzer richteten ihre Augen auf Accascha und die allgemeine Frage die einen Akita Inu Besitzer ein Leben lang verfolgen wird:“ Ist das ein Husky? Die sieht ja so süß aus. Und alle fanden Accascha toll, bis wir unsere Hunde von der Leine lösen sollten ( so der Hundelehrer) was dann folgte kennt glaube ich jeder Akita Besitzer Accascha pflügte durch die anderen Welpen um klar zu stellen wer der Boss ist was bei anderen Welpen Besitzer  zu Gesichtslähmung führte und Einwendungen auf unseren Hundelehrer niederprasselten. Bis er die Gruppe wieder ordnen konnte und die vielen Anmerkungen der anderen Welpen Besitzer beantwortet hatte war die erste Welpenstunde für Accascha erledigt. Es folgte die nächste Welpenstunde und Worte wie: Oh nicht die schon wieder, also Herr…... unternehmen sie was. Waren an der Tagesordnung. Was ich damit sagen will ist: Diese Hunderasse wird in Sachen Dominanz kaum noch von einer anderen übertroffen. Ein Akita ist sehr intelligent. Aufgaben zu erledigen, worin er keinen Sinn sieht führt er nicht oder nur teilweise aus. Er muss ständig gefordert werden was sehr viel Zeit bedarf. Man bekommt sehr oft den Jagdtrieb bestätigt die in dieser Hunderasse steckt. Der Akita versucht es immer wieder mit Neckigkeiten die Rudelführung in Frage zu stellen und trotz alledem hat man erst mal mit dieser Rasse Freundschaft geschlossen, heißt es meistens: „ Einmal Akita immer Akita „ oder nie wieder Akita.

Wir haben seit ca. einem Jahr neue Nachbarn, 2 Häuser weiter. Man sagte sich Hallo und ging seines Weges bis zu dem Tag, als mir bekannt wurde, dass Sie auch eine Hundedame besaßen. Nun ja, man hofft im ersten Moment, das das gut geht. Was sich meistens aber als Luftnummer entpuppt. Wie auch hier. Unser Grundstück ist umzäunt, eigentlich keine Möglichkeit stiften zu gehen. Dachten wir!!! An diesem Tag stand unsere Pforte offen. Wir transportierten Kies in den Garten. Und es musste kommen, wie es kommen musste. Accasha lag in der Nähe vom Tor und unsere Nachbarin ging mit ihrem kleinen niedlichen Wauzi an der Leine freudestrahlend an unserem Zaun entlang. Wauzi macht noch mal ein Pulerchen und freute sich ihres Lebens. Es war alles ok, bis dahin. Plötzlich, wie von einer Tarantel gestochen, stürzte Accasha aus dem Gartentor auf die kleine Hündin. Die quietschte als wenn Sie abgestochen wird. Unsere Nachbarin griff todesmutig nach ihrer Hündin und hielt diese über Kopf in die Höhe. Dieses sah aus als voll führte Sie einen afrikanischen Paarungstanz oder so was ähnliches, während Accasha um die beiden rumschlich und eine Möglichkeit suchte, sich Ihre Hündin zu greifen. Nach dem ich Accasha zurück auf das Grundstück geholt und abgelegt hatte, entschuldigte ich mich bei Ihr für mein Bockmist den ich verursacht hatte. Dieses wurde nickend und flüchtend gleichzeitig akzeptiert. Zum Glück war nichts passiert. Dieses Szenario spielte sich noch zweimal ab, als beide Hunde außerhalb des Grundstücks umherliefen. Also beschloss ich, um unsere nachbarschaftliche Beziehung nicht ganz zu sprengen und über den Jordan zu jagen, unseren Nachbarn anzusprechen. Wir mussten was dagegen unternehmen. Nach Rücksprache mit meinem Hundelehrer, der mir sagte was zu tun ist, gingen wir die nächsten Tage und Wochen morgens mit den Hunden an der Leine nebeneinander für ca. 15 min her. Accasha passte dieses überhaupt nicht und sie probierte den Aufstand. Mit Leckerlis, Geduld und Ruhe brachten wir Accasha dazu, nebeneinander mit der Hündin herzugehen und dieses zu akzeptieren. Im Moment sind wir dabei, mit der langen Laufleine, die an Accasha befestigt ist und der niedlichen Fußhupe :-), die frei läuft aneinander zu gewöhnen. Man kann immer zwischendurch bei den beiden eingreifen und die Situation entschärfen.

Warnschilder für das Grundstück und das Haus machen Sinn!

Mein Haus !
Mein Grundstück !
Meine Familie !

Oder

Du siehst mich nicht!
Du hörst mich nicht!
Aber glaub mir ich bin da!

Also für meinen Teil sollte man auf diese Warnschilder hören! Sie sagen vieles über den Akita aus! J

Mein Haus = Der Akita ist wachsam und würde bei einer Konfrontation
nicht zurück weichen!
Mein Grundstück= Sein Revier! Hier lässt er öfter mal den Boss raushängen!
Meine Familie= Der Akita wurde in Japan auch als Schutzhund eingesetzt.
Sein Instinkt, seine
Familie zu bewachen nimmt er sehr ernst!

Du siehst mich nicht= Der Akita in der Familie integriert, ist sehr ruhig , döst
tagsüber vor sich hin
und ist in keiner Weise lästig.

Du hörst mich nicht= Auf dem Grundstück kann es passieren, das
er Personen auf das Grundstück lässt und dann schleichend
hinter der Person steht und diese nicht vom Grundstück
wieder runter lässt!

Aber glaub mir ich
bin da! = In gewissen Situationen, wenn alles unscheinbar ist, kann er
plötzlich voll durchstarten und zu Gesichtsentgleisungen bei
Besuchern führen!


Durch meinen Beruf bedingt kommen auf unser Grundstück viele fremde Personen, eine Gruppe hiervon sind Vertreter. Diese Personen liebt Accasha besonders gern ;-) Dadurch, dass diese mit vielen Menschen und Tieren zusammenkommen haben Sie ständig unterschiedliche Gerüche an Ihrer Kleidung. Für Accasha heißt das natürlich Zeitung lesen. Und wenn da nichts gutes drin steht wird diese dementsprechend auch so behandelt! Wie auch an diesem Tag hatte sich ein Vertreter zu uns verirrt. Er beachtete unser Warnschild nicht, betrat das Grundstück und wollte eigentlich nur bei uns ins Büro reinschauen. Accasha lief frei auf unserem Grundstück und schnitt Ihm den Fluchtweg ab. Sie stand mit aufgerichteten Haaren voll aufgebaut mit den Lefzen nach oben vor Ihm. Durch seine spätere Erzählung durfte er sich nicht vorwärts bewegen, denn dann wurden Ihre Drohungen immer heftiger. Schließlich rief er laut um Hilfe die mein Vater der hinter unserem Haus arbeitete es mit bekam. Er eilte vor unser Haus, wo er das ganze Spiel sah. Er ging zu Accasha, beruhigte Sie und sperrte sie weg. Der Vertreter gab an schon seit ca. 1 Stunde auf ein und derselben Stelle zu stehen. Man konnte in seinen Augen die Erleichterung buchstäblich ablesen. Auf die Frage warum er trotz Warnung unser Grundstück betreten hatte kam als Antwort : Ich war das erste mall bei Ihnen und auf dem Schild sah sie so lieb und schön aus, als wenn Sie kein Wässerchen trügen kann. Und da bin halt aufs Grundstück, aber wenn ich gewusst hätte ………! Er kommt jetzt öfter vorbei, aber nicht ohne vorher einen Termin festgelegt zu haben ;-). Freunde werden die beiden für die Zukunft aber auch nicht. Die Chemie stimmt irgendwie nicht. 


 

Es war an einem lauen Sommertag und Accasha und ich waren auf dem Heimweg von der Arbeit. Hierzu muss ich noch sagen, das Accasha leidenschaftliche Automitfahrerin ist und stets vorne mit Geschirr angeschnallt neben mir sitzt und alles beobachtet. Also wie gesagt, fuhren wir auf der Ortsumgehungsstraße 70 km /h nach Vorschrift lang, als ein PKW sich uns von hinten nährte. Er versuchte mit der Lichthupe uns zum schnelleren fahren zu bewegen, worauf wir nicht eingingen. Als wir die nächste Abfahrt runter fahren mussten, folgte uns dieser Pkw mit einem wild gestikulierenden Fahrer. Wir trafen dann auf eine Ampel die auf Rot stand und ich musste anhalten. Im Rückspiegel nahm ich dann diese Person wahr wie Sie Ausstieg und in großen Schritten auf meine Fahrertür hinzugestürzt kam. Unglücklicherweise sind meine Seiten- und Rückscheiben getönt. Er riss meine Fahrertür auf und wollte mir irgendetwas deuten. Was Accasha in diesem Moment nicht lustig fand. Darauf hin wechselte dieser seine Farben und wünschte mir höflichst eine gute Weiterfahrt.

Unser zweiter Sohn Moritz 8 Monate, hat einen neuen Hochstuhl bekommen mit dem er jetzt die Möglichkeit besitzt alleine bei uns am Tisch zu sitzen. Accasha sitzt daneben und passt auf, ob nicht die eine oder andere Speise vielleicht doch runter fallen könnte. :-) Moritz ist ein kleiner Teufel und greift dabei Accasha ins Fell. Wenn Moritz dabei gerügt wird, zieht er eine Schippe und protestiert lautstark. Accasha macht diese Spiel ruhig und gelassen mit. Wird Ihr es allerdings zu bunt zieht Sie sich auf Ihren Platz zurück. Nach dem Essen setzen wir Moritz auf dem Boden im Wohnzimmer. Accasha kommt meist auf Moritz zu um Ihn am Ohr zu lecken und Ihn zum Spielen mit dem Plüschtier aufzufordern. Hierbei geht Sie sehr vorsichtig und mit bedacht um. Wir lassen dieses unter ständiger Beobachtung zu. Ist Moritz dann doch mal zu grob zu Ihr bellt Sie Ihn auch mal an um Ihn in seine Grenzen zu weisen. Wir achten beim spielen jedoch immer darauf das Accasha in der Rangfolge eine untere Position einnimmt .Es ist hierbei toll zu sehen wie Moritz direkten Blickkontakt mit Accasha meidet um nicht zu provozieren. ( Bei kleinen Kinder angeboren? ) Accasha wiederum, wenn es zu doll wird nimmt beschwichtigende Gestiken ein. Insgesamt sind wir super zu Frieden das die beiden so toll mit einander umgehen

An einem schönen Sommertag auf dem Weg zu einem Kunden von mir, legte Accasha einen Blick auf nach dem Motto: “Lass mich bloß nicht allein im Auto “. Also musste ich sie mit rausnehmen. Es war ländliche Gegend, der Kunde hatte auch nichts dagegen und sie legte sich neben uns auf die Wiese und sonnte sich. In der Zwischenzeit sprachen wir die baulichen Maßnahmen auf seinem Grundstück ab. Dabei wendete ich zufällig einen Blick Richtung Hecke, wo sich was zu bewegen schien und vorsichtshalber wollte ich Accasha an die Leine nehmen. Doch dieses war noch nicht mal zu Ende gedacht, als auf einmal blitzschnell ein Kaninchen vorbei schoss. Ich hatte unsere Hündin noch niemals so schnell reagieren gesehen. Ehe ich mich versah, hatte Sie das Kaninchen gefangen und erlegt. Freude strahlend brachte sie es an und legte es uns vor die Füße! Wir waren sprachlos, so etwas hatte ich mit unseren anderen Hunden noch nicht erlebt. Bestrafen konnte ich sie dafür in diesem Moment nicht, das wäre auch falsch gewesen. Durch dieses Erfolgserlebnis bestätigt, musste ich auf Accasha noch mehr aufpassen und einen Blick vorausschauender denken. Heute habe ich Sie durch Training und Übung so weit, das Sie mir nicht von der Seite weichen würde. Aber die Hand dafür ins Feuer legen, würde ich nicht. Es ist und bleibt eben ein Akita. Ein schneller Jagdhund :-) 


Heute möchte ich über ein Thema schreiben, was meistens totgeschwiegen wird. Kurz zu meinem eigenen Schicksal : 1998 wurde unser Sohn Hendrik geboren. Bei seiner Geburt, die durch Ärzte unnötig herausgezögert wurde, kam es zu Komplikationen. Sauerstoffmangel war die Folge, was zu irreparablen Hirnschäden führte die mit dem 5. Lebensjahr deutlich wurden. Unser Sohn ist zu 80 % geistig behindert, die man ihm aber körperlich nicht ansieht. Davor sagte man uns, mit Hendrik sei alles in Ordnung und es handelt sich lediglich um eine Entwicklungsverzögerung . Für mich brach an diesem Tag eine Welt zusammen. Man fragt sich immer wieder : Wieso wir, wieso ausgerechnet wir. Alle sind in unserer Familie sind gesund, das kann nicht sein! Man ist ohnmächtig vor Schmerz. Meine Frau konnte nach relativ kurzer Zeit gut damit umgehen. Ich hingegen habe damit heute noch zu tun. Aber zurück zum Akita: Unsere Akita Dame “Accasha “ kam als Welpe zu uns. Hendrik und Accasha schlossen in relativ kurzer Zeit eine innige Freundschaft. Keiner kann ohne den anderen. Morgens um 7.00 Uhr, wenn der Fahrdienst Hendrik abholt begleitet Sie ihn zum Grundstückstor. Wenn die Uhr 15.45Uhr geschlagen hat, lauert Sie schon sehnsüchtig, um Ihn mit einem Schuh oder ähnlichen zu begrüßen. Beide haben ein besonderes Verhältnis zueinander, was einen normalen Mensch verwährt bleibt. Es ist eigenartig, man kann das sehr schlecht beschreiben. Als Welpe und Junghund war Accasha gnadenlos zu Hendrik, wenn es darum ging irgendwelche Dinge zu erhaschen. Meist war sie schneller, was Hendrik wiederum anspornte vor Accasha da zu sein. Durch dieses Spiel zwischen den beiden, erzielte Hendrik eine 20 % Zunahme und Verbesserung seiner Motorik. Aus heutiger Sicht ist es mit das beste was uns passieren konnte. Unser Kinderarzt vom staatlichen Kinderzentrum, ist begeistert welche Fortschritte Hendrik im Zusammenhang mit Accasha vollbringt. Dieses zeigt wieder mal deutlich, was für einen Einfluss Tiere auf behinderte Menschen haben. Es gibt Dinge zwischen hier und dem Jenseits, die Menschen nicht begreifen können und werden. 

Akitazucht vom Zwinger No Sh`chi Kosho chitai    akitainude@gmx.de